Glufn #1 revisited

Am 07.11.2015 veranstaltete der Kulturverein Die Selch mit einigen Privatpersonen und engagierten Leuten das erste “Glufn”-Fest in der Tradition der bisherigen “Together-Festivals” im neuen Zirler Veranstaltungssaal, dem B4. Unseren PartnerInnen: Eltern-Kind-Zentrum Zirl, Sonnensprossen Zirl, Bibliothek Zirl, Christian Forster, Intercoiffeur Kruder und der Marktgemeinde Zirl, sowie allen ehrenamtlichen HelferInnen hier noch einmal vielen Dank für die Unterstützung!

Wir hatten das bisherige Konzept des “Together-Festivals” um einen inhaltlichen Aspekt – die Podiumsdiskussion – geleitet von Gerhard Hetfleisch (ZeMiT) mit LRin Christine Baur, David Geiger, Judith Eberharter, Andreas Schärmer und Ammar Al Khatib zum Thema “Flucht – Integration im Dorf” erweitert und konnten uns über eine lebhafte und umfangreiche Diskussion mit reger Teilnahme der ZuhörerInnen freuen!

von links: David Geiger (Unabhängige Rechtsberatung), Judith Eberharter (Frauen aus allen Ländern), Gerhard Hetfleisch (ZeMiT), Christine Baur (Grüne LRin), Ammar Al Khatib, Andreas Schärmer (Freundeskreis für Flüchtlinge Inzing), Patrick Rangger (“Glufn”-Mitinitiator)
Infotisch Ehrenamtlichen Koordination/ Flüchtlingsheim Zirl
von links: Maria Witting (Gemeinde Zirl), Christine Knoll-Kaserer (Sonnensprossen) und Susanne Wicke (FH Zirl)
Infotisch des Roten Kreuz

MitarbeiterInnen des Roten Kreuz und Brigitte Zach (Glufn)

Bei internationalen Speisen und Musik bot sich die Möglichkeit für einen regen Austausch mit einigen der BewohnerInnen des Flüchtlingsheims und vielleicht konnten wir unser Ziel, verschiedene Menschen und Kulturen einander ein bisschen näher zu bringen und Hemmschwellen abzubauen, verwirklichen. Die europäische Gesellschaft steht am Anfang einer langen und schwierigen Etappe der Integration und der Auseinandersetzung mit globalen Folgen in einer konsumorientierten, kapitalistischen Gesellschaft, die weniger Wert auf die Nivellierung der Armut gelegt hat als auf den wirtschaftlichen Aufstieg. Jede noch so kleine Geste, jede Unterhaltung mit AsylwerberInnen, um ihre Geschichte zu hinterfragen, Interesse an ihrem Leben zu zeigen, kann helfen den Menschen, die ihr gesamtes vertrautes Leben, ihre Freunde und Familien verloren und verlassen haben, um eine bessere Welt, ein besseres Leben für sich und sie zu finden, zu zeigen, dass wir zumindest versuchen nachzuvollziehen wie es ihnen geht, dass wir zumindest versuchen ihnen die Möglichkeit zu geben neu anzufangen und etwas von unserem Reichtum und Wohlstand an sie abzugeben. Vielleicht entstehen mit der Zeit aus diesen zarten Banden Freundschaften, Beziehungen, Rückhalt und Sicherheit.

Zur Initiative “Glufn”:

Die Initiative “Glufn” wurde von einigen Mitgliedern des Kulturvereins Die Selch in Zusammenarbeit mit interessierten und engagierten Privatpersonen gegründet und zielt darauf ab, zu allen künftigen Veranstaltungen oder Projekten in Zirl Randgruppen einzuladen und das Programm auf diese auszuweiten. Unter Randgruppen verstehen die InitiatorInnen alle Menschen, die in Zirl wohnhaft sind und sich eventuell zu wenig ins Dorfleben integriert fühlen bzw. sich von bestehenden Projekten nicht angesprochen fühlen, darunter fallen sowohl Pensionisten/ alte Leute (Szensi), Jugendliche, Flüchtlinge wie auch Pendler, die den Großteil ihres Tages außerhalb von Zirl verbringen. Die Initiative “Glufn” kann und soll somit auch unabhängig vom Kulturverein Die Selch bestehen und kann unter der Berücksichtigung gewisser Aspekte auch auf Events und Projekte ausgeweitet werden, die nicht von der Initiativ-Gruppe veranlasst wurden.

Doch gibt es auch schon weitere Projekte, wie das Patchwork-Projekt für Frauen in der Bibliothek Zirl (von Brigitte Zach) und weitere Projekte, die wir in Kürze ankündigen und umsetzen werden.

Bands, Bands, Bands…nicht zu vergessen, denn die Musik war und ist immer ein verbindender Teil unserer Integrationsfeste!

Margie Sackl mit Band

Trio Io aus Zirl

Pesciolino